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26.07.2014

Es sind noch Plätze frei für CIOMR/CIOR in Fulda am 03.08.2014

https://www.cior2014.de/en

http://www.ciomr.org/en

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Die Medienberichte über die vier gefallenen deutschen ISAF-Soldaten im Raum Baghlan am 15. April waren den Teilnehmern des 15. Forums Junger Reserveoffiziere im Sanitätsdienst Anfang Mai noch in frischer Erinnerung. Entsprechend hoch waren ihre Erwartungen an die Referenten, wie die Bundeswehr auf die akuter werdende Bedrohung reagieren würde – auch und gerade vor dem Hintergrund, dass Aufständische offensichtlich bewusst die Fahrzeuge mit dem Schutzzeichen des Roten Kreuzes ins Visier nehmen.

Antworten bekamen die rund 80 jungen Reserveoffiziere in der Aula der Sanitätsakademie in München auf dem zum 15. Mal stattfindenden Lehrgang aus erster Hand. Nach der herzlichen Begrüßung durch den Kommandeur SanAK GA Dr. Sohns wurde der Lehrgang mit dem hochbrisanten Thema psychische Belastungen der Einsätze und Bewältigungsstrategien eröffnet. M Prof. Dr. Mack, Lehrstuhlinhaber Psychologie an der Uni Hagen fesselte das Auditorium von Minute eins und bereitete den Boden für ein erfolgreiches Forum mit hoher Interaktion und reichlich Gelegenheit zum Meinungsaustausch. Der nächste Tag begann mit einer Einführung durch das Personalamt BW, OFA Dr. von Gawinski machte das hohe Engagement der zuständigen Abteilung für die Reserveoffiziere mehr als deutlich, die Kameraden waren wie in jedem Jahr mit den Personalführern vor Ort, sodass im Verlauf des Lehrgangs jeder Teilnehmer die Gelegenheit zum persönlichen Personalplanungsgespräch hatte.

Im Anschluss informierte der aus Berlin angereiste ehemalige MDB Höfer, neuer Präsident des VdRBw über die Aufgaben und seine Agenda für den Verband und ermöglichte auch sicherheitspolitische Einblicke in die Arbeit des Verteidigungsausschusses des Bundestages, dem er viele Jahre angehört hat.

Die Führungsspitze des Sanitätsdienstes machte erneut deutlich, wie wichtig ihr die Reserveoffiziere des Sanitätsdienstes sind, sowohl Truppen als auch Sanitätsoffiziere. Der Stabsabteilungsleiter II im Führungsstab des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generalarzt Dr. Dirk Raphael, berichtete in Vertretung des Inspekteurs über "Neues aus dem Sanitätsdienst", die Umsetzung der Konzeptvorgabe in die Praxis stellte Generalstabsarzt Dr. Ingo Patschke, stellvertretender Befehlshaber Sanitätsführungskommando ("Struktur und Einsatzrealität"), dar. Generalstabsarzt Dr. med. Jürgen Dick, Amtschef des Sanitätsamts der Bundeswehr berichtete über die aktuellen Konzepte von Ausbildung und Material.

Als "wesentlichen Aspekt in der Großwetterlage" widmete sich Generalarzt Dr. Raphael der Personalsituation. Die 100 Abgänge des Jahres 2008 durch Kündigung von Sanitätsoffizieren seien ausgeglichen, Sorge bereitet dem Stabsabteilungsleiter jedoch das Fehl von fast 15 Prozent durch Freistellung (Weiterbildung, Elternzeit, Mutterschutz, Teilzeitbeschäftigung).

"Mit dem Truppenteil auf den Acker und in den Einsatz gehen" – auf diese Formel brachte Generalstabsarzt Dr. Patschke den "Ausbildungsgang Einsatzvorbereitende Ausbildung (EVA)". Gemeinsam mit ihrem Sanitätstruppenteil durchlaufen dabei die für den Einsatz vorgesehenen Truppenteile sechs Wochen Ausbildung im Regionalen Übungszentrum Infanterie (RÜZ) und anschließen im Gefechts- und Übungszentrum Heer (GÜZ).

 

Bei der Neuausplanung der Verstärkungsreserve des Sanitätsdienstes wird es "keine isolierten Reservestrukturen geben", erläuterte GSA Dr. Dick, vielmehr würden diese "gezielt in die Truppe eingebunden." Aus den bisher 40 Verstärkungselementen Klinik gehen 18 Facharztstaffeln ZMZ/I und fünf fachärztliche Verstärkungsgruppen Bundeswehrkrankenhaus hervor. Je zwei dieser Facharztstaffeln werden je einem der neun ZMZ-Stützpunkt zugeordnet; die Fachärztlichen Verstärkungsgruppen sind den Bundeswehrkrankenhäusern unterstellt. Daraus resultieren 10.000 Dienstposten für die Verstärkungsreserve, von denen zurzeit nur rund 28 Prozent besetzt sind – Reservisten der Sanitätstruppe haben hier also beste Beorderungs-Chancen.